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Beregnungsanlage für den Rasen

IMGP2036Vor 20 Jahren waren automatische Bewässerungssysteme noch Spinnereien gut betuchter Zeitgenossen. Heute sind sie – zumindest bei großen Flächen ab 200 qm – fast schon Standard. Die Kosten dafür sind noch nicht mal so hoch: Um eine ca. 200 m2 große Fläche mit einem einfachen System mit Versenkregnern aus dem Baumarkt auszustatten, können Sie ca. 150 bis 300 € Materialkosten kalkulieren. Professionelle Systeme sind spürbar teurer, aber auch zuverlässiger im Alltags-Einsatz (Hersteller:
Hunter).
Bei automatischen Regelungen und größeren Anlagen empfehle ich Ihnen dringend, die Planung der Bewässerungsanlage dem Hersteller zu überlassen. So umgehen Sie das Risiko, dass zum Beispiel der Wasserdruck nicht ausreicht für die zwei oder drei Regner innerhalb eines Kreislaufs. Wenn dann wieder umdisponiert werden muss, verlieren sie Zeit, Geld und Nerven.

Sie können das gesamte System vollautomatisch steuern. Das funktioniert über Magnetventile in einem bodenbündig eingelassenen Steuerkasten. An jedem Magnetventil sind 2-3 Versenkregner angeschlossen (je nach Wasserdruck). Die Magnetventile werden über Schwachstrom von einer komfortabel zu bedienenden Steuereinheit geregelt. Um das Ganze noch perfekt zu machen, erkennen Regensensoren und / oder Feuchtigkeitssensoren im Boden, wann zu beregnen ist.

Nun zur Verlegung des Systems.

Irgendwo seitlich versteckt im Garten setzen Sie den Steuerkasten. Zum Steuerkasten hin brauchen Sie vom Haus aus oder von ihrem Brunnen im Garten eine Zuleitung. Ob Sie Magnetventile zur vollautomatischen Steuerung verwenden oder einfach nur getrennt regelbare Abzweige, spielt im Moment noch keine Rolle. Ich empfehle allerdings, vorsorglich schon eine Schwachstromleitung vom Haus zum Steuerkasten zu verlegen. Sonst graben Sie in einem Jahr wieder auf – und das wollen Sie ja nicht.
Die Gräben für die Leitungen müssen ziemlich eben sein, d.h. eine gleichmäßige Tiefe von ca. 20 cm haben. Jetzt wird auch klar, weshalb das Grobplanum vor den Leitungen kommt. Hätten wir die Leitungen vor der Grobplanie verlegt, wäre eine unterschiedliche Abdeckung die Folge. Achten Sie darauf, dass keine Wassersäcke entstehen. In Senken müssen an der tiefsten Stelle Überdruckventile eingebaut werden, damit es im Winter nicht zu Frostschäden kommt. Überdruckventile, Regner und Wassersteckdosen setzen Sie auf mindestens 10cm Kies.

Der nachträgliche Einbau ist natürlich auch möglich, nur mit mehr Arbeit verbunden:
Rasensoden ausstechen – Sohle auf 20cm planieren – von der Quelle zum Regner hin verlegen – Regner, Schlauch, Dosen mit Steinen fixieren – Graben verfüllen und verdichten –Rasensoden wieder verlegen – fertig.

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Gebrauchsrasen

 

 

Ein paar Tipps noch

Rollen Sie die Kunststoffschläucheaus und lassen sie einige Stunden ausgerollt liegen. So machen Sie sich die Verlegearbeit wesentlich einfacher, denn derKunststoff ist ziemlich stur und will immer wieder in seine gerollte Form zurück.
Den Kunststoffschlauch schneiden Sie mit einer Gartenschere. Bei den meisten Systemen geht die Montage ohne Werkzeuge. Den Grat an der Schnittstelle entfernen Sie mit einer Metallfeile, damit sich der Schlauch leicht in die Anschlussstücke schieben lässt.

WassersteckdoseBeschweren Sie den Schlauch alle paar Meter mit einem Stein, um ihn zu fixieren. Am Ende schließen Sie den Regner an und setzen ihn bündig mit der künftigen Rasenoberkante.
Beim Verfüllen des Grabens achten Sie darauf, dass keine Steine an den Schlauch kommen. Und bitte gut verdichten, damit es später keine Setzungen gibt.
Haben Sie alle Regner angeschlossen und alle Kreisläufe geschlossen, geben Sie Druck auf die Leitung – eine nach der anderen. Dann kontrollieren Sie alle Verbindungen bis zum Regner, um sicherzustellen, dass das System auch wirklich dicht ist. Erst jetzt werden die Gräben verfüllt. Aber bitte nicht auf einmal. Sie können in der Regel nämlich nur 10 cm tief verdichten. Also verfüllen Sie ungefähr bis zur Hälfte, verdichten erst mal, füllen den Graben vollständig und verdichten abschließend wieder. Ansonsten gehen sie das Risiko späterer Setzungen ein; das sähe nicht sehr professionell aus.

Stopp – haben Sie etwas vergessen? Brauchen Sie noch die ein oder andere Wassersteckdose, um zum Beispiel im Nutzgarten zu wässern? Oder eine 220 V Leitung für den Elektrohäcksler am Kompostplatz? Vor dem Verfüllen überlegen Sie noch mal, ob vielleicht doch noch etwas in die Gräben zu verlegen ist.

Besonders bei großen Flächen und sandigen Böden macht so ein System durchaus Sinn, weil diese Böden schnell austrocknen und deshalb öfter beregnet werden müssen. Schwere Böden allerdings halten das Wasser gut – meist zu gut. Dennoch hat ein unterirdisch installiertes System den Vorteil, die Regner nicht immer wieder neu justieren und mit dem Schlauch hantieren zu müssen.
Infos zu oberirdischen Bewässerungssystemen finden Sie unter Bewässerungstechnik.

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