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Bodenverbesserung

Bodengefüge

Die physikalische Struktur eines Bodens bezeichnet man als Bodengefüge. Es ist von elementarer Bedeutung für die Bodenfruchtbarkeit. Dieses Bodengefüge positiv zu beeinflussen, ist unsere Hauptaufgabe bei der Bearbeitung und Verbesserung des Bodens.
IMGP1144Unser Ziel ist – wie schon gesagt – ein gut durchlüfteter Boden mit feiner Krume. Beim Aufbau eines gesunden Bodengefüges sind Bodenfauna und Bodenflora maßgeblich be­teiligt. In lockerem Boden fühlen sich diese Bodenlebewesen wohl. Sie wiederum fördern die Bodendurchlüftung, Zersetzung und Ver­arbeitung organischer Substanz – ein ständi­ger Kreislauf also.
Humus ist gefundenes fressen für Regenwürmer, die den Boden durchlüften. Aber auch für Pilze und Bakterien, die aktiv an der Zersetzung mitarbeiten.

Was, glauben Sie, ist der wichtigste Bestandteil des Bodens? Es ist Luft, Luft, Luft! Ohne ausreichende Sauerstoffversorgung im Boden würden die Wurzeln innerhalb weni­ger Wochen absterben. Darauf sollten wir bei all unseren Arbeiten achten.

Lassen Sie mich an dieser Stelle einen Begriff erklären, der Ihnen im Zusammenhang mit
Gartenböden immer wieder begegnen wird – die Bodengare. Sie beschreibt den ökologi­schen Befund eines Bodens, also seine physikalische Struktur (wir streben eine Krümel­struktur an) und die Aktivität der Bodenorganismen, von Pilzen und Bakterien bis zu tieri­schen Mikroorganismen und dem Regenwurm.
Eine gute Bodengare erreichen wir durch Beschattung (z.B. mit Rasen) und durch ein luftig-lockeres Bodengefüge mit ausreichend Humus. Es gibt eine ganze Reihe von guten Möglichkeiten, das Bodengefüge zu verbessern:

 

Sand-Lava-Bims

Rasen besandenBei schweren Böden empfiehlt sich die Beimischung von Materialien, die die Bindigkeit und Dichte des Bodens verringern und mehr Sauerstoff in den Boden bringen. Feine Lava und Bims sind durch ihre poröse Struktur ideal. In der Praxis hat sich Sand am meisten durchgesetzt, weil er überall zu beziehen und preisgünstig ist.
Die Auftragsmenge bei Sand richtet sich nach der Bodenart: Ich empfehle eine Auftragsstärke zwischen fünf und 20 mm. Auf 100 m2 berechnet, ergibt sich beispielsweise bei 1 cm Auftrag eine Sandmenge von 1 m3, das sind ca. 1,6 tonnen. Für Rasenflächen brauchen Sie den Sand nur 10 cm tief einzuarbeiten, das ist die wurzelaktive Zone.

 

Ton

Um sehr leichten, sandigen Böden mehr Substanz zu geben, d.h. sie wasser- und nähr­stoffhaltiger zu machen, gibt es zwei gängige Möglichkeiten:
Gesiebten Ton oder Lehmboden in 5-20mm Stärke aufbringen und ca. 10 cm tief einar­beiten.
Bentonit ist ebenfalls ein Tonmineral, das feinst vermahlen in Säcken von 20 kg im Handel ist. Allerdings muss man etwas su­chen, denn längst nicht jeder Fachhändler führt es; viele wissen nicht einmal, was es ist.
Ich verwende Bentonit gerne, auch wenn es eine sehr staubige Angelegenheit ist. Als Aufwandmenge empfehle ich bei Neuanlagen je nach Bodenart 200-1000 g je Quadratmeter.

 

Gründüngung

Noch in den 1970er Jahren wurde Gründüngung verbreitet durchgeführt. Heute ist vielen Grundstücksbesitzern die Arbeit zu viel. Klar, wir müssen aussäen, mulchen, den Gründung in den Boden einarbeiten und „verlieren“ dadurch 1 Jahr Zeit.
Andererseits: wie oft passiert es, dass ein Grundstück ein oder mehrere Jahre brach liegt, bis es angelegt wird. In dieser Zeit wuchert das Unkraut, dessen Samen Sie auch nach Jah­ren noch ärgern wird. Der Boden erodiert, besonders an Hanglagen.

Gerade als Alternative zur Brache hat die Gründüngung sehr viele Vorteile:

  • Der Boden wird kontrolliert bewirtschaftet, es bilden sich keine unkontrolliert wu­chernden Wildkräuter.
  • Der dichte Bewuchs fördert durch die Beschattung die Bodengare, die Entwicklung der Bodenlebewesen und er schützt vor Austrocknung des Bodens.
  • Vorbeugung gegen Erosion.
  • Raps, Senf, Lupinen oder Klee sind hervorragende Humuslieferanten, die den Bo­den außerdem mit Nährstoffen anreichern.
  • Tiefenlockerung des Bodens bei Verwendung von Lupinen. Die Wurzeln dringen sehr tief auch in verdichtete Böden ein und leisten sozusagen Pionierarbeit für die nachfolgende Vegetation. Außerdem sind Lupinen Stickstoffsammler, die den Stickstoff aus der Luft binden und speichern können.

Möchten Sie Ihren Garten in der folgenden Vegetationsperiode anlegen, sollten Sie den Gründung fein mulchen und 10-15 cm tief einarbeiten. Anderenfalls kann er einfach liegen bleiben und dient so als Verdunstungsschutz.

 

Huminstoffe

800px-Compost-dirt.keinschutzDie Bodenorganismen sind aktiv am Auf-, Um- und Abbau von Humus beteiligt. Deshalb sind sie für einen intakten Boden von elementarer Bedeutung. Ein Humusanteil von 3-5% ist ideal für Gebrauchs- und für Sportrasen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dem Bo­den Humus zuzuführen. Die Gründüngung hatten wir gerade besprochen. Allerdings muss Gründung erst zu Humus abgebaut werden. In gesunden Böden geschieht das in wenigen
Monaten, bei inaktiven Böden kann es Jahre dauern.
Die einfachste Möglichkeit der Humuszuführung und deshalb die übliche, ist Kompost. Auf humusarmen Böden empfehle ich Ihnen eine Auflage von
maximal 5 cm, die dann ca. 10 cm tief eingearbeitet wird.
Da Humus beim Abbau große Mengen Stickstoff frei setzt, soll er ( bei so großen Mengen) nur im Frühjahr ausgebracht und der Boden in diesem Jahr nicht mehr mit Stickstoff gedüngt werden.
Den pH-Wert, seine Bedeutung und einfache Mess-Möglichkeiten besprechen wir einge­hend im Kapitel „Düngung“. Weil jedoch eine pH-Absenkung bei angelegtem Rasen nicht mehr so einfach ist, hier ein kurzer Hinweis.
Rasen braucht einen pH-Wert von 5,6 bis 7,0; also schwach sauer bis neutral. Kompostbeimischung ist eine gute Möglichkeit, den pH-Wert zu senken. Um den pH-Wert zu erhöhen, können Sie den Boden kalken. Allerdings ist das nur selten nötig.

 

Bodenuntersuchung

Bevor Sie irgendwelche Dünger in den Boden einbringen, empfehle ich Ihnen dringend eine Bodenuntersuchung. Sie gibt Aufschluss über die wichtigsten Hauptnährstoffe Phos­phor, Kali, Kalk und über einige Spurenelemente sowie über den pH-Wert. Dazu bekom­men Sie eine detaillierte Düngeempfehlung. Ansonsten fischen sie nämlich im Trüben.
Eine solche Analyse bekommen Sie schon ab 20 €. Das ist eine lohnende Investition in Ih­ren Garten, die Sie alle fünf Jahre wiederholen sollten, um zu wissen, wo es langgeht.

www.biogartenversand.de (Untersuchungskit R1 des „Institut Koldingen“, günstig und bewährt)
www.Bodenanalyse-Zentrum.de

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