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was tun gegen Unkraut?

DSCN0069Unkraut – gibt es das überhaupt?

Nein, natürlich nicht – genauso wenig wie Unbäume! Es sind Wildkräuter, meist von uns ungewollt und am falschen Platz. Diese Begriffserklärung mag uns daran erinnern, dass Wildkräuter Teil der Natur sind, wie wir auch. Aber ärgern können sie uns doch! Weil „Unkraut“ umgangssprachlich der treffendere Begriff ist, spreche ich fortan auch von Unkraut.

Hier geht es mir weniger um die aktive Bekämpfung, als vielmehr darum, Unkrautbewuchs in Pflanzbeeten zu verhindern oder zumindest einzudämmen. Dazu gibt es im wesentlichen 3 Möglichkeiten:

1. Das Mulchen von eigenem Material wie Rasenschnitt oder Laub
2. Das Mulchen mit Rindenmulch oder Hackschnitzeln
3. Die Abdeckung des Bodens mit anorganischem Material wie Kies, Splitt, oder Folie.

IMGP1905Die Natur versucht, freien Boden zu bedecken. Wenn da gerade nichts anderes steht, kommt eben ein Unkraut. Bei dichten Bodendeckern oder dichten Gehölzpflanzungen, die kaum noch Licht bis zum Boden durch lassen, ist Unkraut im allgemeinen kein Thema mehr. Aber bis die Pflanzungen so groß und dicht sind müssen wir etwas tun – entweder hacken oder Mulchen. Meist dauert es 4-6 Jahre nach der Pflanzung, bis die Hecken so dicht sind.

Etwas wichtiges vorweg: Nach einem chinesischen Sprichwort müssen wir lieben lernen, was wir nicht verhindern können. Soll heißen, es kommt auf unsere Einstellung zur Natur an, ob wir einen sterilen Garten ohne Unkraut und ohne Arbeit wollen. Den könnten wir dann auch beinahe betonieren, denn ökologisch spielt sich in solchen Gärten nicht viel ab. Mir geht es daher vorrangig um die Eindämmung der Unkräuter auf biologische Art und damit sind wir beim Mulchen.

Warum mulchen?

• Die Bepflanzung bzw. der Boden ist vor Wasserverdunstung und damit vor Austrocknung geschützt. Testen Sie das ruhig selbst mal, z.B. bei einem frisch gepflanzten Baum. Unter einer Mulchdecke bleibt der Boden auch nach langen Trockenperioden wesentlich länger feucht.
• Gras oder Laub ist ein hervorragender Unkrauthemmer. Wenn Sie nicht gerade eine blühende Wiese mähen, in der viele Unkrautsamen versteckt  sind, verhindert das Mulchen unerwünschten Bewuchs. Bei Wurzelunkräutern hemmt der Mulch zumindest das Wachstum.
• Der organische Kreislauf bleibt geschlossen. Rasenschnitt und Laub sind nährstoffreicher Humuslieferant und bleiben Ihrem Garten erhalten. Dadurch brauchen Sie kaum nachdüngen.

Daneben gibt es eine Reihe, eher marginaler Vorteile wie z.B. Schutz vor Bodenerosion und Temeratur ausgleichende Wirkung.

Die Nachteile des mulchens:

IMGP1899Bei der Zersetzung organischer Substanz wird Stickstoff verbraucht. Er wird dem Boden im Zersetzungsstadium entzogen. Erst, wenn der Zersetzungsprozess weitgehend fortgeschritten ist, kippt diese Nährstoff-Bilanz und der inzwischen entstandene Humus setzt Stickstoff frei.

Dem anfänglichen Stickstoffverbrauch können Sie durch Bodendüngung VOR dem mulchen begegnen, z.B. mit Hornspänen, oder auch durch Mineraldünger. Eine Düngung auf das Mulchmaterial führt zu beschleunigter Zersetzung.

Eine Mulchung führt, je nach Material, zu unterschiedlich starker Säuerung, d.h. Ph-Wert-Absenkung des Bodens. Dies muss nurch Kalkgaben ausgeglichen werden. Messen Sie also wenigstens 1x im Jahr die Bodenreaktion und steuern nötigenfalls mit Gartenkalk gegen. Anzustreben ist für den Nutz- wie für den Wohngarten ein Ph-Wert von 5,5-6,5. Bei Rhododendren, Azaleen, Eriken, Hortensien von 4,5-5,5.

Speziell Rindenmulch hat eine Wachstumshemmende Wirkung auf Krautige Pflanzen, speziell auf Keimlinge, was zwar gut für die Unkrauthemmung, aber ungeeignet im Gemüsebeet ist.

DSCN5656Mulchen mit Rindenmulch, Grasschnitt oder Laub

Was haben diese Materialien gemeinsam? Es ist organische Substanz. Mulchen bezeichnet das Bedecken des Bodens mit frischer oder in Zersetzung befindlicher, organischer Substanz. Im Gegensatz dazu steht das Schotterbeet als anorganische Substanz.

Beleuchten wir die Eigenheiten, Vor- und Nachteile der Mulch-Materialien…

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DSCN5270Das Steinbeet

Die Abdeckung einer sporadisch bepflanzten Gartenfläche mit Schotter, Kies und anderen Steinen in Verbindung mit einem Wurzelvlies hat den Zweck, Unkraut zu verhindern und gut auszusehen. Es hat gar nichts mit einem „Steingarten“ zu tun. Ein Steingarten hingegen ist eine Anlage, deren Boden durch Sand, Schotter und Geröll soweit abgemagert ist, dass Magerrasenflora und trockenheitsresistente Gebirgspflanzen darin gedeihen…

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