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Terrase - der richtige Bodenbelag

Erlaubt ist, was gefällt. Deshalb will ich hier nicht so sehr den ästhetischen Aspekt beleuchten. Daneben sind aber auch noch praktische Eigenschaften zu berücksichtigen, an die man vielleicht nicht gleich denkt. Hier erfahren Sie kurz und konzentriert die praktischen Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien:

Betonplatten

Betonplatten sind einfach auf Splitt zu verlegen und sehr langlebig. Die Oberfläche sollte rutschfest sein. Deshalb scheiden für mich Waschbetonplatten aus. Bei Platten  mit strukturierter Oberfläche ist zu bedenken, dass sie leichter verschmutzen und schwieriger sauber zu halten sind. Besonders gilt das für rauhe Oberflächen, die sich leicht mit Schmutz zusetzen, weil sie schwer zu kehren sind.

Beton heizt sich bei starker Sonnenbestrahlung stark auf, besonders dunkel eingefärbte Platten.

Betonplatten mit sog. „Edelvorsatz“, also mit einer anderen Oberfläche als das Material des Platteninneren, empfindlicher beim Verlegen sind. Da platzten beim Abrütteln leicht mal ein paar Ecken ab.

IMGP4355Natursteine

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, werden Natursteinplatten in Mörtel verlegt und mit Mörtel verfugt. Das macht einen stabilen Unterbau notwendig und ist wesentlich aufwändiger als die Betonplatten. Was die Pflege betrifft,  sind die glatte Beläge den offenporigen überlegen, sowohl beim kehren als auch bei der Algenbildung. Polierte und versiegelte Natursteinbeläge sind einfacher in der Pflege, aber auch ziemlich glitschig nach einem Regen.

Wasser gebundene Decke

IMGP5201Die wassergebundene Decke  besteht aus einem Aufbau von Mineralbeton mit einer feinen Oberschicht. Diese Form der Weg- und Platzbefestigung ist im privaten Garten nur selten zu finden, obwohl sie einfach und preiswert herzustellen ist. Der Nachteil: im Sommer trocknet die Oberschicht aus und staubt. Daher der Name „Wasser gebundene Decke“. Solche Flächen sind im Sommer regelmäßig zu beregnen.

Aufgrund der Verschmutzung im Haus scheiden Terrassenbeläge mit Wassergebundener Decke unmittelbar am Haus aus. Im Garten jedoch, mit einigen Metern „staubfestem“ Weg ist sie eine interessante Alternative.

Terrassendielen / Holzboden

Was in den 1960er Jahren die Waschbetonplatten waren, sind Heute Edelholz-Beläge aus Holzfliesen oder Terrassendielen. Holz im Garten wirkt immer warm und einladend, es heizt sich bei Sonne nicht so stark auf (nur bei helleren Farben) wie Beton und man läuft angenehm darauf. Auf die Haltbarkeit wird bei Weichhölzern mit Tiefenimprägnierung meist 15 Jahre, bei Harthölzern wie Bangkirai (am häufigsten angeboten) 20 Jahre, bei Cumaru oder Garapa gar bis zu 30 Jahre Garantie angeboten.

Handwerklich versierte können so eine Terrasse relativ einfach selbst verlegen. Dabei ist auf eine gute Hinterlüftung der Dielen zu achten.

DSCN2539Die Nachteile: So schön ein neuer Belag aussieht, bedenken Sie, dass Holz auch Pflege braucht und immer wieder abtrocknen muss. Bei überdachten Terassen sind Terrassendielen aus Holz für mich die erste Wahl. Bei stark beschatteten Terrassen, evtl. sogar unter Bäumen ist es meine letzte Wahl, denn Das Holz wird bei solchen Extremverhältnissen sehr schnell veralgen und bedarf entweder viel Pflege oder es verkommt innerhalb weniger Jahre. (Alternative siehe WPC weiter unten)

Das Holz wird in Prospekten immer als rutschfest angepriesen. Bei Nordterassen oder in Schattenlagen bilden sich sehr schnell Algen und Mikroorganismen. Sie setzen die Poren zu und machen das Holz bei Feuchtigkeit gefährlich glatt.

Der geschützte Raum der Unterkonstruktion ist ein Eldorado für Insekten. Spinnen und ähnliches Getier sind das kleinere Problem. Bei einem Wespennest würde ich sofort handeln.

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Terrassendielen oder Fliesen aus WPC

Wood-Plastic-Composite, abgekürzt als WPC, ist ein Verbundmaterial von Holz und Kunststoff. Es verbindet die besten Eigenschaften von Holz mit der Widerstandsfähigkeit eines hochwertigen Kunststoffs.

Die Vorteile: Einfacher zu verlegen als Holz, eine gute Alternative zu Holzdielen, einfachere und kostengünstigere Unterhaltungs- bzw. Pflegekosten.

 

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